Mitte August eine ausverkaufte Clubshow? Klar, kein Problem! Schließlich gaben sich die Bay-Area Thrasher Testament die Ehre im Karlsruher Substage. Neben den vielen großen Festival BÜhnen, besuchen sie auch einige ausgewählte Clubs, wie auch an diesem Dienstag Abend. Und auch das Vorprogramm versprach so einiges: Metal Church und Death Angel durften eröffnen und bereits früh für jede Menge Schweiß und Action sorgen.
Konzertbericht
Testament im ausverkauften Substage, Karlsruhe - 11.08.26
Metal Church live
Die Heavy Metal Urgesteine eröffneten den Abend eine Viertelstunde früher als angegeben. Die bereits bestens gefüllte Location begrüßte die Band um Kurdt Vanderhoof und David Ellefson lautstark und zeigte sich sehr textsicher. Metal Church lieferten einen rund 30minütigen, routinierten Auftritt und verzichteten auf große Ansagen. Sänger Brian Allen war nur sehr schwer zu hören, seine Vocals gingen im Mix doch ziemlich unter. Die Setlist bediente sich ausschließlich den ersten beiden Alben Metal Church und The Dark, wie bereits erwähnt, kamen sie beim Publikum bestens an. Meinen persönlichen Geschmack trafen sie jedoch nicht.
Death Angel live
Im Anschluss übernahmen Death Angel das Ruder und wie! Schon zum einleitenden The Moth war eine unglaubliche Energie zu spüren, man merkte der der Band sofort an, wie viel Spaß sie hatte. Frontmann Mark Osegueda und Gitarrist Rob Cavestany gaben sofort an, wo die Reise hingehen sollte und auch The Dream Calls For Blood machte deutlich, wie viel Druck hier dahinter war. Mit jeder Menge Leidenschaft interagierte die Band mit dem Publikum und auch mit uns Fotografen. Weitere Highlights im Set waren etwa Seemingly Endless Time oder Evil Priest von den Kult-Alben The Ultra-Violence und Act III, die Band aus San Francisco machte einfach alles richtig. Zum Abchließenden Thrown to the Wolves erklang ein lauter Chor in der Halle und der Bitte nach mehr Crowdsurfern wurde selbstverständlich auch nachgekommen. Death Angel waren wirklich grandios.
Testament live
Dann standen auch schon Testament auf der Bühne. Eric Peterson ließ die Gitarre heiß laufen und die Show begann mit Into the Pit. Sofort war die Stimmung am Höhepunkt und uns stand eine schweißtreibende Party bevor. Alex Skolnick an der anderen Gitarre präsentierte und präzise Soli, während Chuck Billy eine ordentliche Wucht in der Stimme hatte. Weiter ging es dann mit Henchmen Ride und Practice What You Preach, ehe sie sich ihrem aktuellen Album Para Bellum widmeten. More than Meets the Eye und Electric Crown brachten die Menge lautstark zum Singen und auch The Ballad kam sehr gut zur Geltung. Chris Dovas hatte ein beeindruckendes Schlagzeugsolo vorbereitet und Chuck Billy ließ es sich nicht nehmen, immer wieder T-Shirts ins Publikum zu werfen. Das Set endete schließlich mit Over the Wall von ihrem Debütalbum The Legacy, hier kam nochmal so richtig Bewegung in den Moshpit. Insgesamt ein sehr starker Auftritt, man hätte sich höchstens noch ein, zwei Hits mehr gewünscht. Dennoch ein gelungener Abend.
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