Trotz sommerlich hohen Temperaturen ging es am 30.05. nach Karlsruhe ins AKK, denn dort stieg die bereits 19. Ausgabe der Metal Mania. Hierbei handelt es sich um eine Konzertreihe, die meist einmal pro Monat stattfindet und drei aufstrebenden Bands eine Bühne bietet. Dieses Mal bestand das Line Up aus Vaele, Lasskahl und Spillflower, die einen interessanten Abend versprachen. Vor Ort angekommen wartete direkt die erste kleine Überraschung: erst kürzlich wurde auf der Bühne ein Drumshield errichtet, dass bei der Verbesserrung des Sounds helfen soll. Damit die Bands dennoch Platz beim Spielen haben, wurde die Bühne ein wenig in den Raum hinein erweitert. Eine Änderung, die im AKK nun dauerhaft anzutreffen sein soll. Nun aber zur Musik:
Konzertbericht
Metal Mania Vol.19 im AKK - 30.05.26
Vaele live
Das Mannheimer Quartett eröffnete den Abend mit einem sehr souveränen Metalcore Set und hatte auch optisch einiges zu bieten: bunte Laser-Scheinwerfer durchbrachen immer wieder den Nebel der ersten Songs, was für eine packende Atmosphäre sorgte. Direkt nach dem ersten Song hatten sie mit technischen Problemen zu kämpfen, doch als diese behoben waren, nahm der Auftritt so richtig an Fahrt auf. Brachiale Shouts und melodische Clean Vocals wurden gekonnt von Duo Backing Vocals unterstützt. Die 11 präsentierten Songs machten allesamt richtig Spaß und insgesamt waren Vaele ein starker und schweißtreibender Opener der 19. Metal Mania.
Lasskahl live
Nachdem es nun in der Umbaupause zu Ausfällen der Lichttechnik kam, dauerte es fast eine Stunde bis LassKahl loslegen konnten. Die Band aus dem Schweizer Yverdon trat nun ohne Frontbeleuchtung lediglich mit zwei Strahlern von hinten auf und hüllte das AKK nun in eine bedrückende Stimmung. Ihr Progressive Metalcore donnerte gewaltig aus den Boxen, ihr Stil ist sicherlich keine leichte Kost, doch das Publikum fand sofort Gefallen. Ihr Sänger stürzte sich in die Menge, um einen Pit in Gang zu bringen ehe er zwischen Clean Vocals und Shouting wechselte, das mehr einem Howling glich. Hier gestaltete sich das Fotografieren als besonders knifflig, doch man konnten den Mitarbeitern an Licht und Technik keinerlei Vorwürfe machen, schließlich taten sie wirklich alles um den Auftritt zu ermöglichen. Musikalisch auf jeden Fall etwas besonderes, Hut ab.
Spillflower live
Für den Abschluss sorgten schließlich Spillflower aus dem Darmstädter Raum, die ein modernes Metalcore Set auf Lager hatten. Hier traf weiblicher Klargesang auf massive Gutturals und so ließ die Band eine Menge Potenzial erkennen. Jedoch fehlte hier dem Sound die Durchschlagskraft. Die meiste Zeit über waren nur Drums und Vocals zu hören, die Saiteninstrumente gingen doch sehr unter. Die Crowd störte das jedoch überhaupt nicht und es kam nochmal der ein oder andere Pit in Bewegung und die Menge teilte sich gleich drei Mal zur Wall of Death. Die Band betonte außerdem, dass Gitarrist John trotz MS-Erkrankung mit auf der Bühne war und zumindest für diesen Abend auf einem Hocker saß. Da kann man wirklich nur den Hut vor ziehen, Respekt! Alles in allem fehlte hier leider der nötige Druck hinter dem Sound, ich bin mir sicher, dass sich die Songs sonst noch viel besser entfaltet hätten. Die Performance an sich war dennoch eine Gute.
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