Am 02.07.26 ging es das erste Mal in diesem Jahr auf die Sommerbühne des Mannheimer 7er Clubs, denn Ignite aus Kalifornien machten im Rahmen ihrer European Summer 2026 Tour halt in der Neckarstadt. Das ganze versprach ein großer Abend zu werden, denn das Vorprogramm bildeten die beiden Newcomer Bands Relief und Favor the Bold. Was dieses Hardcore-Fest also zu bieten hatte, sollen die nun folgenden Zeilen zusammenfassen.
Konzertbericht
Ignite auf der Sommerbühne des 7er Club Mannheim - 02.07.26
Relief live
Los ging es mit Relief aus Saarbrücken und der Fünfer legte gleich ein gutes Tempo vor. In bestem Hardcore Stil sprangen sie über die Bühne und strahlten eine unglaubliche Präsenz aus. Sie kündigten direkt an, keine großen Ansagen machen zu wollen, um lieber die Musik sprechen zu lassen. Das gelang ihnen auch sehr gut, manchmal reicht ein musikalisches Brett einfach aus. Mit Songs wie Wasteland, Torn Apart oder Whatever It Takes hielten sie sie Schlagzahl weit oben und hatten auch noch ein Cover von Two Sides der Gorilla Biscuits dabei. Das Publikum war zwar bereits zahlreich anwesend, agierte jedoch noch sehr verhalten. Der Band war's egal, sie rissen einen sehr schwungvollen Auftritt ab und machten allgeimein einen sehr guten Eindruck.
Favor the Bold live
Und auch die zweite Band des Abends stand zu fünft auf der Bühne. Favor the Bold aus dem Heidelberger Raum konnten die Energie erhöhen und brachten sogar erste Bewegung ins Publikum. Die Texte waren abwechselnd auf Englisch und auf Deutsch geschrieben und Songs wie Du Folgst, die Wut, Ten Ton Gravity oder Never Again boten eine Menge Mitmachpotenzial. Die Lead Vocals wurden immer wieder gekonnt von Backing Vocals untermauert, wodurch nicht selten eine ordentliche Portion Melodie aufkam. Auf der Bühne selbst war hier zwar etwas weniger Bewegung im Spiel, dennoch strahlten Favor the Bold eine ordentliche Präsenz aus. Auch ihre neuen Singles wie Einfach nur Dumm sollten nicht zu kurz kommen und so war auch der zweite Auftritt ein wirklich starker.
Ignite live
Dann kam der Moment, auf den alle gewartet hatten und Ignite betraten die Sommerbühne. Die Kalifornier eröffneten mit Veteran und schon konnte die Party beginnen. Direkt ab dem ersten Ton, kam eine enorme Bewegung in die Menge, man spürte sofort, wie viel Freude alle Beteiligten hatten. Es ging direkt weiter mit Poverty For All und Anti-Complicity Anthem, vor der Bühne gab es wirklich kein Halten mehr. Eli Santana begab sich immer wieder auf die Absperrung, um die Fans Teil der Hits werden zu lassen und auch Brett Rasmussen und Nik Hill zeigten sich in Bestform. Sie sagen und sprangen über die Stage, dass es eine echte Freude war, ihnen zuzuschauen. Craig Anderson schwang die Drumsticks mit einer tollen Präzision und rundete das Bild perfekt ab. Sie ließen weitere Klassiker wie Let it Burn, Bleeding, Who Sold Out Now?, Fear is Our Tradition oder Embrace von ihrer allerersten EP folgen, der Pit kannte noch immer keine Gnade. Bei aller Eskalation zeigten sich die Musiker stets demütig und nahmen alldas nicht als selbstverständlich hin. Zum großen Finale sagen alle gemeinam Live For Better Days und so wurde einem grandiosen Auftritt die wohlverdiente Krone aufgesetzt.
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