Im Rahmen ihrer aktuellen Begraver Dine Drømme Tour machten Afsky aus Dänemark und Yoth Iria aus Griechenland Halt in der Karlsruher Stadtmitte. Und so ging es am 08.06. nach Baden, in die, für einen Montag, sehr gut besuchte Location. Beide Bands hatten natürlich ihr neues Album mit im Gepäck und während Afsky Faelleskab bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten, ließen Yoth Iria Gone with the Devil erst diesen Mai von der Leine. Davon aber später mehr, hinein in den Abend.
Konzertbericht
Feinster Black Metal mit Afsky und Yoth Iria in Karlsruhe - 08.06.26
Yoth Iria live
Los ging es mit Yoth Iria aus Athen, die uns zur Messe einluden. Denn sowohl musikalisch, als auch von der Show her hatte dieser Auftritt eine sehr feierliche Note. Ohne große Ansagen pflügten sie sich fast eine Stunde lang durch ein hervorragendes Melodic Black Metal Set und legten die Messlatte bereits sehr hoch. Der Sound in der sehr gut gefüllten Stadtmitte war vom Start weg voll da und so wurde dieser Auftritt mit jedem Song immer besser. Die Songs ihres neuen Albums Gone with the Devil passten einwandfrei zum Rest, vor allem das vorletzte The Blind Eye of Antichrist sorgte mit dem Kinderchor des serbischen, religiösen Lied Pobedna pesma für jede Menge Gänsehaut. Weiterhin bekamen wir Dare to Rebel, 3am oder Blessed Be He Who Enters aus dem neuen Album zu hören. Doch auch ältere Songs wie Blazing Inferno, But Fear Not oder In the Tongue of the Birds sollte nicht zu kurz kommen. Gitarrist Naberius feierte an diesem Abend seinen Geburtstag und bekam neben einer kleinen Torte auch ein Stöndchen gesungen. Sänger He glänzte mit jeder Menge Charisma und auch diee Leidenschaft der anderen Musiker war wirklich zum Greifen, sie zeigten sich zu jeder Zeit äußerst dankbar gegenüber der Crowd. Das war definitiv einer der besten Auftritte dieses Jahr und die Definition von Majestätisch.
Afsky live
Im Anschluss übernahmen Afsky aus Kopenhagen und Mastermind Ole Pedersen Luk überraschte mit fließendem Deutsch, schließlich wurde er in Flensburg geboren. Musikalisch servierte uns der Vierer ein herrliches Black Metal Brett, das bei aller Verzweiflung auch immer wieder ruhige, instrumentale Passagen auf Lager hatte. Diese streuten sich perfekt in das Klangbild ein und wirkten zu keinem Moment unpassend oder zu lang. Hier kam nun wirklich jeder auf seine Kosten und zum Glück warfen Afsky neben Nebel auch mit Wind um sich. In der sonst sehr heißen Location definitiv ein echter Gewinn. Vom bereits angesprochenen, aktuellen Album bekamen wir mit Flaggelanternes sang, Den der ingenting ved tvivler aldrig und Natmaskinen drei Songs zu hören, die restliche Setlist bediente die Alben Om hundrede år, Ofte Jeg Drømmer Mig Død, Sorg sowie die Debüt-EP Afsky. Nach diesem tollen Auftritt wollte das Publikum noch eine Zugabe hören, die dann auch mit dem Song Angst gespielt wurde. Wie schon ihre Kollegen zuvor kamen auch Afsky ohne große Ansagen aus und die hätte es auch nicht unbedingt gebraucht, denn die Musik sprach sehr gut für sich. Insgesamt kann man hier ohne Zweifel von einem perfekten Konzertabend sprechen, das war wirklich ganz großes Kino.
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