Prachtwetter beim Prachtlachs Open Air. Im tiefsten Pfälzer Wald liegt der beschauliche Ort Waldfischbach-Burgalben und nicht weit davon befindet sich der Jugendzeltplatz Schwarzbachtal. Umgeben von Bäumen und Gewässern fand in dieser idyllischen Lage das erste Prachtlachs Open Air statt. Von der Metal Music Community Rheinland-Pfalz auf die Beine gestellt, konnte das Line-Up bereits echte Hochkaräter auffahren: Blutgott, Godslave und Call of the Sirens gaben sich die Ehre, genauso wie die erlesenen ersten Bands Redgin, Fabulous Desaster und Astral Spectre. Bei strahlendem Sonnenschein machte der ganze Tag jede Menge Spaß, ein grooßes Kompliment an alle Beteiligten. Nun aber hinein ins Geschehen.
Konzertbericht
Das erste Prachtlachs Open Air 2026 - 09.05.26
Konzertmomente
Astral Spectre live
Das erste Prachtlachs Open Air wurde von Astral Spectre aus dem Schwarzwald eröffnet. Das Trio hatte uns Blackened Heavy Metal mitgebracht, den sie durchaus souverän darboten. Mit geschickten Tempowechseln lockten sie bereits eine gute Zahl Besucher vor die Bühne des Platzes, die sichtlich Spaß an der ersten Band hatten. Für einen Überraschungseffekt sorgte eine Klarinette, die zwischenzeitlich zum Einsatz kam. Insgesamt waren Astral Spectre ein anständiger Opener und konnten für einen gelungenen Start ins Programm sorgen.
Fabulous Desaster live
Weiter ging der Lachs mit Fabulous Desaster aus Bonn, die das Tempo nun deutlich erhöhten. Die Thrasher hatten ein gewaltiges Brett auf Lager und lieferten einen herrlichen Abriss. Nun kam auch erste Bewegung ins Publikum und neben kreisendem Haupthaar kam auch ein kleiner Mosh Pit in Gang. Mit scharfen Riffs und jeder Menge Energie brachten sie die Bühne zum Beben und waren für mich die größte Überraschung des Tages. Bassist Matti, der kurzfristig einsprang und nach eigener Aussage dem Auftritt den Hintern rettete, fügte sich bestens in die Show ein und so war das ganz große Thrash Metal Klasse - gerne mehr!
Redgrin live
Die Lokalmatadoren aus Kaiserslautern übernahmen die Bühne und ließen ein saftiges Death Metal Brett erklingen. Zwar spielen sie nach wie vor ohne Schlagzeuger, doch heute kam der Sound sehr massiv aus den Boxen gedonnert. Das Quartett lockte nach und nach immer mehr Publikum vor die Bühne, das eifrig am headbangen war. Man merkte der Band eine gewisse Routine an, sie präsentierten sich zu jeder Zeit on-point und ließen es ordentlich krachen. Auch Redgrin machten ihre Sache insgesamt sehr sehr gut und kamen auch bei der Crowd super an
Call of the Sirens live
Dann war es Zeit für die Rückkehr der Todespfälzer. Call of the Sirens aus Landau nahmen (das Ruder) den Schorle in die Hand und feierten eine wilde Trash Metal Party. Nein, das ist kein Tippfehler, denn die Lyrics drehen sich zu großen Teilen um Trash-Filme. Zu Megalodon der Megahai gesellte sich ein Haifisch auf die Bühne und gab den zusätzlichen Einheizer. Wer die Band kennt, weis, dass sie noch mehr Verstärkung an Bord haben: der Drunken Werewolf ging Stagediven, eher er sich mitten in den Pit stürzte. Der böse Schorlinator schlich sich gleich zwei Mal auf die Bühne, auf der jagt nach dem wertvollsten Getränk: dem Pälzer Schorle. Doch zum Glück für die Todespfälzer konnte Admiral Alpha ihn besiegen. Und musikalisch? Irgendwo zwischen Core und Melodic Death Metal war der Abriss quasi vorprogrammiert. Untermalt von Pyrotechnik war das eine tolle Zeitreise durch das Universum der Todespfälzer.
Godslave live
Als nächstes stand wieder Thrash Metal auf der Speisekarte und dieser schmeckte erneut besonders lecker: Godslave aus dem Saarland brannten ein wahres Feuerwerk ab und ließen immer wieder im positiven Sinne an die großen Overkill denken. Neben ihren Klassikern hatten sie auch drei neue Songs von ihrem kommenden Album dabei, die allesamt bestens zündeten. Man merkte ihnen die Freude zu jeder Zeit an, es war einmal mehr unglaublich toll, Godslave Live zu erleben. Musikalisch hervorragend und dabei immer wieder super sympathisch. Zum großen Finale begab sich die Band von der Bühne und spielte den letzten Song im Publikum, wo sie hervorragend mit den Leuten interagierten. Ganz großen Thrash Metal Kino.
Blutgott live
Das große Finale stieg mit dem Blutgott, der zum nächtlichen Massaker lud. Nach der Umbaupause betraten maskierte Gestalten die Bühne und schnell war klar wo die Reise hingehen sollte: Kompromissloser Death N Roll erklang nun im Wald, der sowohl akustisch als auch optisch eine Menge zu bieten hatte. Das Blutgott Universum dreht sich um den Bloodgod, Debauchery und Balgeroth, entsprechend gespickt war die Setlist: Hits wie Demonslayer, Blood for the Bloodgod oder Let there be Blood pulverisierten alles, was neuere Songs wie Death of the Bloodking oder Der Schrecken aus dem Wald übrig ließen. Die Masken, die extra für die Musiker gegossen wurden, sorgten für ein beeindruckendes Gesamtbild und ein letztes Mal kam ordentlich Bewegung ins Publikum. Diese Performance war ohne Zweifel die berühmte (Blut)Kirsche auf der Torte.
Mehr Berichte mit ähnlichem Line-up
- Aktuell keine weiteren verknüpften Berichte-
Mehr aus der gleichen Venue
- Vorbericht: Prachtlachs Open Air 2026 - 09.05.26Jugendzeltplatz Schwarzbachtal
Nächste Events aus dem Umfeld
- Keine weiteren Events hinterlegt-